Mittwoch, 5. April 2017

Rezension zum Dantos Tod von Georg Büchner

Dantos Tod von Georg Büchner


"Dantons Tod" bei Amazon

Rezension


Dieses Zitat aus "Dantons Tod" von Georg Büchner fasst den Inhalt präzise zusammen.
Büchner schreibt sein Drama im Jahre 1835, da war er gerade 22 Jahre alt. Als Revolutionär, der zum Umsturz auffordert, hat er die Todesstrafe zu erwarten. Dantons Tod schreib er innerhalb weniger Wochen, während er sich auf seine Flucht vorbereitet.
In der Schule zum Lesen verdonnert, fand ich die Geschichte so langweilig, alt, historisch, verjährt. Die zahlreichen historischen Bezüge erschwerten die Lektüre.
Im Studium durfte ich das Buch erneut lesen und da fand ich es plötzlich gar nicht mehr alt, sondern erstaunlich modern.
Leider ist das Thema überhaupt nicht verjährt. Eine grausame Revolution, die am Ende immer blutig ist; dass politische Umbrüche eine Gewaltdynamik in Gang setzten; Die Frage nach Schuld; die Frage nach dem Verhältnis von Politik und Moral; Unbarmherzigkeit; Und vor allem: Die Manipulierbarkeit des Volkes.
Alles leider sehr moderne Themen.
Besonders in mein Herz gefressen hat sich bei der Lektüre, dass Büchner so jung bereits so reif war. Er starb schon mit 23 Jahren, hat vorher Medizin, Geschichte, Philosophie und Naturwissenschaften studiert, 5 Stücke geschrieben, er war Revolutionär, politisch aktiv und hat Texte für den "Hessischen Landboten" verfasst. Was haben wir in 23 Jahren geschafft?
-- Jana 

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